Befunderstellung

Administration, makroskopische Begutachtung und Zuschnitt der Präparate

Zunächst erfolgt die sorgfältige Administration der Präparate entsprechend der Angaben auf den Zuweisungsscheinen und den Probenetiketten. Nach ausreichend langer Fixierung der Gewebe (pro Millimeter Gewebedicke rechnet man zumindest eine Stunde Fixierungszeit, d.h. bei großen Operationspräparaten ist eine Fixierungsdauer von bis zu 24 Stunden notwendig) werden die Präparate unter Angabe von Maßen, Farbe und Konsistenz mit freiem Auge vom Pathologen makroskopisch begutachtet und beschrieben, bevor sie zugeschnitten und in kleine, verschließbare Gewebekasetten („Kapseln“) gegeben werden.

Entwässerung, Einbettung, Schneiden und Färben der Gewebepräparate:                                               Anschließend wird das Gewebe, das sich in flüssigkeitsdurchlässigen Kapseln befindet, über Nacht entwässert, bevor es am nächsten Tag frühmorgens von spezialisiertem Personal (medizinisch technischen AssistentInnen) in Wachsblöcken eingebettet wird. Von den Wachsblöcken werden anschließend hauchdünne, 2-4µm Gewebeschnitte angefertigt, die anschließend in einem Färbeautomat routinemäßig zunächst mit Hämatoxylin-Eosin gefärbt werden. Abschließend werden die Gewebeschnitte mit einem Deckglas versehen, damit sie gut geschützt sind.

Befunderstellung:                                                                                                                                                                                                                                                         Die gefärbten Gewebeschnitte werden schließlich den Zuweisungsscheinen zugeordnet und auf Tabletts geordnet dem Pathologen übergeben. Der Pathologe untersucht die Präparate unter dem Mikroskop (bei 40-, 100-, 200-, 400- und bei Bedarf auch bei 1000-facher Vergrößerung). Bei speziellen Fragestellungen erfolgen weitere Zusatzuntersuchungen in Form von Spezialfärbungen oder immunhistochemischen Analysen (siehe Leistungsspektrum).

Endgültige Diagnose:                                                                                                                                   Die histopathologische Diagnose unterscheidet zwischen gesundem und krankem Gewebe; krankhafte Veränderungen werden in entzündliche, degenerativ bedingte und tumoröse Läsionen unterteilt. Die korrekte Diagnose ist die Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Therapie!

Archivierung:                                                                                                                                                                                    Nach Erstellung der Diagnose werden die zugehörigen Gewebeblöcke und Gewebeschnitte zumindest 3 Jahre (Blöcke) bzw. 10 Jahre (Schnitte) archiviert.

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